Unsere Gemeinde

Die nachfolgenden Texte und Fotos entstanden 2005 anlässlich des Weltjugendtages. Sie wurden für diese Internetseite auf den aktuellen Stand gebracht. 


So hieß es auf der Titelseite unseres Flyers:

 

Die Pfarrgemeinde St. Katharina 

begrüßt ihre Gäste zum

Weltjugendtag

 

Blumenteppich am Fronleichnamsfest 2005      


Die Stadt Hürth

Hürth liegt an der alten Südwest-Römerstraße von Köln nach Trier. Die Römer leiteten ihre erste Wasserleitung aus den Hürther Quellbächen nach Köln (u.a. aus dem „Ölbruch"). Der Name „Hürth" wird erstmals 1185 urkundlich erwähnt. Im Mittelalter gehörten viele Ländereien und Gehöfte im Gebiet um Hürth zu Kölner Klöstern und Stiften.

Ende des 19. Jhs. stieg die Bevölkerungszahl in wenigen Jahrzehnten enorm an, als sich die Braunkohle- und Chemie-Industrie in Hürth ansiedelte. Im Flüchtlingsstrom nach dem 2. Weltkrieg kamen auch viele evangelische Christen ins „katholische Rheinland" und seit den 60-er Jahren stieg die Zahl der ausländischen Mitbürger, v.a. aus Südeuropa und der Türkei. Heute wohnen in der Stadt Hürth 54.700 Einwohner. Vor 75 Jahren entstand aus 12 Ortschaften die Großgemeinde Hürth und im Jahr 1978 erhielt Hürth die Stadtrechte. Unser Stadtteil heißt seitdem: Alt-Hürth.

Die Pfarrgemeinde St. Katharina

Eine Kirche in Hürth wird erstmals um 1300 urkundlich erwähnt; unsere Gemeinde ist also mindestens 700 Jahre alt. Jedoch lange vorher gab es sicher schon eine Kirche oder Kapelle in Hürth. Pfarrpatronin ist die Hl. Katharina, die zu den 14 Nothelfer(innen) zählt. Alt-Hürth hat heute 6.500 Einwohner, davon zählen 3.300 Katholiken zu unserer Pfarrgemeinde.

Das Pfarrhaus erhebt sich auf dem Fundament einer spätmittelalterlichen Burg. Gleich daneben ist die alte Pfarrkirche als ältestes Kirchengebäude der Stadt erhalten. Sie diente 70 Jahre als Kloster mit einem Kindergarten, einer Krankenstation und einer Nähschule. Danach diente sie als Dialyse-Station und Facharzt-Praxis. Heute befindet sich dort eine private Musikschule. - Nicht weit davon steht die neue Kindertagesstätte und unser Pfarrheim. In der früheren Kaplanei ist heute eine „Betreute Jugendwohngruppe" zuhause.

Unsere Pfarrkirche und ihre Ausstattung

Die neue Pfarrkirche wurde 1894 / 95 im neu-romanischen Stil erbaut, weil die alte „in einem erbärmlichen Zustand" und wohl auch zu klein geworden war. 

Eindrucksvoller Blickfang im Inneren ist eine barocke Kreuzigungsgruppe über dem Altar (s. Abb. unten). Sie stammt, zusammen mit einer von Strahlen umgebenen Maria-Königin-Statue (s. Abb. links) aus dem 1802 aufgelösten, in der Nähe gelegenen Zisterzienserinnen-Kloster Mariabrunn. Aus der alten Katharinen-Kirche stammen der barocke Schmerzensmann (um 1700), zwei barocke Engelsfiguren im Querschiff (Hl. Michael und Schutzengel) und der Hl. Apostel Matthias, der vielleicht einmal von der 1723 gegründeten St. Matthias-Bruderschaft gestiftet wurde. Zur Erstausstattung der „Neuen" Pfarrkirche gehören der Katharinenaltar, das Taufbecken mit einer Kalk-Sinter-Rundsäule von der römischen Wasserleitung sowie schöne Buntglasfenster (Hl. Familie im südlichen Querschiff und Vater-Unser in den Seitenschiffen). Beachtenswert auch zwei Prophetengestalten unter der Orgelempore und der Hl. Joseph mit Kind.

Kirchliches Leben

Zentrum jeder christlichen Gemeinde ist die Feier der Eucharistie. Hier hat sich im Laufe der letzten Jahrzehnte ein Wandel ergeben. Für viele Christen ist die regelmäßige Teilnahme an Gottesdiensten nicht mehr „Pflichtaufgabe", wohl aber nach wie vor die gelegentliche Mitfeier an Festen und bei besonderen Gelegenheiten.

Die regelmäßige Sonntags-Gemeinde unserer Pfarrei besteht aus ca. 150 – 200 Kirchenbesuchern. Manche Gemeindemitglieder besuchen die Sonntags-Messe auch im Pfarrverband oder in anderen Kirchen. An besonderen Gottesdiensten z. B. den mtl. Familienmessen oder Jugendgottesdienste nehmen erstaunlich viele teil. Auch die Gottesdienste aus Anlass einer Hochzeit oder eines Begräbnisses sind manchmal besonders gut besucht.

Wesentliche Aufgabe der Kirche ist die Caritas in der Gemeinde. Besonders aktiv sind hier Mitglieder der Frauengemeinschaft. Einmal jährlich wird eine Caritas-Haussammlung durchgeführt, wovon u.a. unterstützende Maßnahmen für Bedürftige, Krankenbesuchsdienste und kleine Geschenke bei Geburtstagen oder besonderen Anlässen finanziert werden. Eine weitere Form des caritativen Engagements sind unsere sog. „Altenstube" und der Seniorenclub. Besonderer Wert wird von unserem Pfarrvikar auf die Kranken-Seelsorge gelegt. In der Stadt Hürth gibt es auch einen Hospizverein, der in oekumenischer Gemeinsamkeit Schwerstkranke, Sterbende und Trauernde betreut.

Gruppierungen in der Gemeinde

Das kirchliche Gemeindeleben entfaltet sich in besonderer Weise in den verschiedenen Gruppierungen und Gemeinschaften unserer Pfarrgemeinde. Dazu zählen:

Einrichtungen der Kirchengemeinde

Unsere wichtigste Einrichtung – nicht zuletzt auch im pastoralen Sinn – ist die Kindertagesstätte St. Katharina. Sie bietet 80 Plätze, hauptsächlich für kath. Kinder und ihre Eltern. Sie ist neuerdings als Familienzentrum anerkannt.

Seit annähernd 40 Jahren gibt es die Offene Jugendeinrichtung „Parlippo", in der v.a. Alt-Hürther Kindern und Jugendlichen Freizeitangebote, Kurse und sonstiges Programm geboten wird.

Feste, Bräuche und besondere Aktivitäten

Gremien der Gemeinde

Der Kirchenvorstand verwaltet das Vermögen einer Kirchengemeinde. Er soll es mehren und seine Erträge und die Kirchensteuermittel sinnvoll verwenden. Vorsitzender des Kirchenvorstands ist der Pfarrer der Gemeinde. Die Mitglieder des Kirchenvorstands werden auf 6 Jahre von den Gemeindemitgliedern gewählt. In „St. Katharina" gehören 8 Mitglieder dem Kirchenvorstand an. 

Der Pfarrgemeinderat wird ebenfalls von der Gemeinde für 4 Jahre gewählt. Alle ab 16 Jahren dürfen wählen und gewählt werden. Der Pfarrgemeinderat soll das Seelsorgeteam beraten und das Gemeindeleben aktiv fördern. Beispiele dafür sind in unserer Gemeinde die Gestaltung der Karnevalsfeiern, des Pfarrfestes und der Katharinen - Markt. Dem Pfarrgemeinderat gehören derzeit 15 stimmberechtigte und 2 beratende Mitglieder und der Pfarrer an. Einmal im Jahr findet eine Pfarrversammlung aller Gemeindemitglieder statt.

Pfarrverband „Hürther Ville"

In einer Zeit des gesellschaftlichen Wandels bleiben auch die Kirche und ihre Pfarrgemeinden nicht unverändert. Der Priestermangel und rückläufige Zahlen zwingen zur Zusammenarbeit mehrerer Gemeinden.

Aus den 4 Hürther Pfarrgemeinden St. Wendelinus in Berrenrath, St. Martinus in Fischenich, St. Katharina in Alt-Hürth und St. Johannes Baptist in Kendenich wurde der „Pfarrverband „Hürther Ville" geschlossen. Im Seelsorgeteam arbeiten 2 Priester und 2 Pastoralreferenten zusammen. Als Pfarrverbandsleiter ist Pfr. Reinhold Steinröder vom Erzbischof bestimmt. Die Pfarrgemeinderäte wirken in der Pfarrverbandskonferenz zusammen.

Gleiches gilt für die Verwaltung. Bereits des längeren besteht eine gemeinsame Zentralrendantur. Es wurde außerdem ein Kirchengemeindeverband geschlossen, der die Rechtsträgerschaft für die meisten kirchlichen Angestellten (Küster, Kirchenmusiker, Pfarrsekretärinnen) übernommen hat. Auch die finanziellen und rechtlichen Voraussetzungen für gemeinsame pastorale Aufgaben (z.B. Messdiener, Kirchenchöre, Sakramentenvorbereitung, Ferienlager, Wallfahrten und Reisen) obliegen diesem Gremium. Weitere Aufgaben wie z.B. Jugendeinrichtungen, Kindertagesstätten sollen folgen.

 

zurück